Eine 1A-Gelegenheit für Einsicht auf dem Mars

In dieser Woche ist einiges spannendes auf dem Mars passiert. Zuerst einmal eine traurige Nachricht: Nach 15 Jahren Dienst auf dem Mars konnte die NASA den Kontakt – trotz lang andauernder Versuche – zu dem Marsrover Opportunity nicht wieder herstellen und hat die Mission deswegen für beendet erklärt.

Seit Juni letzten Jahres konnte die NASA keine Daten mehr von dem Rover empfangen, der damit 8 Jahre nach seinem Geschwisterrover Spirit den Geist aufgegeben hat. Ursprünglich war für beide eine Betriebszeit von 90 Tagen vorgesehen – die Erwartungen wurden damit bei weitem übertroffen.

Eine Computergrafik von Opportunity auf dem Mars. Bild: NASA

Wissenschaftliche Erkenntnisse hat Opportunity vor allem im Bereich von Wasser gemacht. So hat die Auswertung der Daten gezeigt, dass es sowohl fließendes Wasser als auch stehende Gewässer auf dem Mars gegeben hat. Eine kleine Sensation, denn das macht Leben dort, zumindest in der Vergangenheit, wahrscheinlicher.

Begonnen habe ich meinen Blog anlässlich einer Veranstaltung zum Thema Mars-Kolonisierung. Mars One ist eine Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen zum Mars zu fliegen, aber nicht wieder zurück. In dem früheren Blogbeitrag habe ich meine Skepsis darüber schon ausführlich geäußert. Jetzt wurde bekannt, dass der unternehmerische Teil der Organisation – also nicht die Stiftung, die durch Spenden die Mission finanzieren will, sondern das Unternehmen, das dies vermarkten möchte – Insolvenz angemeldet hat. Ich finde dies im Grunde etwas beruhigend, da ich das Unternehmen vor allem kritisch sehe, aber es wird sicherlich einige geben, vor allem die potentiellen Kandidaten, die enttäuscht sind.

Und dann gibt es noch eine sehr erfreuliche Nachricht: ein Instrument des DLR, das sogenannte HP3, wurde von der InSight-Sonde auf der Oberfläche abgesetzt und wird wohl Ende nächste Woche mit dem Betrieb beginnen. Das Instrument wurde vom Institut für Planetenforschung in Berlin entworfen und von unserem Institut gebaut und getestet. Es ist wirklich beeindruckend – auch wenn ich selbst damit nichts zu tun hatte – so ein Experiment auf der Oberfläche des Mars zu sehen, während man es selbst noch aus der Integrationshalle kennt. Das ist jedenfalls sehr inspirierend.

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