Interstellarer Himmelskörper auf Stipvisite

Aktuell befindet sich offenbar ein Himmelskörper von außerhalb des Sonnensystems im selbigen und durchquert es aktuell mit einer Geschwindigkeit von 26 km/s. Einen interessanten Artikel dazu findet ihr auf Spektrum.de. Sehr spannend. Der kleine ist ca. 160 m groß.

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Ist doch Schnuppe: Meteore, Meteoriden und Meteoriten

Eine Schnuppe ist der verkohlte Überrest eines Kerzendochts, eine Sternenschnuppe ist der verkohlte Rest eines Objekts, das in die Erdatmosphäre eingetreten ist und jeder kennt die typischen Leuchtspuren, die eine Sternenschnuppe am Himmel hinterlässt.

Diese Objekte tragen je nach Größe verschiedene Namen, wobei die Sternenschnuppen eher kleine Objekte sind. Sie haben eine Masse von wenigen Gramm und eine Größe zwischen einem und zehn Millimetern. Kleiner sind teleskopische Meteoriten und Mikrometeoriten, die eine Masse von Bruchteilen von Mikrogramm haben und weniger als ein Zehntel Millimeter haben. Erstere habe eine Größe von bis zu einem Millimeter und wiegen bis zu zwei Milligramm.

Sternenschnuppen erreichen Helligkeiten ungefähr so stark wie die Venus. Feuerkugeln sind die hellsten Objekte und strahlen noch heller. Alle von diesen Erscheinungen nennt man Meteore, wobei Meteoriden die dafür verantwortlichen Objekte sind, wenn sie sich in einer Umlaufbahn befinden und nicht auf die Erde fallen.

Wenn solche Staubkörner und Steinbrocken auf die Erde fallen, haben sie in der Regel eine hohe Geschwindigkeit relativ zur Erde – mitunter viele Kilometer pro Sekunde. Als Vergleich: ein normales Passagierflugzeug bewegt sich mit ca. 200 Metern pro Sekunde, ungefähr ein hundertstel einer typischen Geschwindigkeit für einen Meteor.

Aber warum sehen wir diese Objekte als helle Leuchterscheinungen? Die Geschwindigkeit ist eine Form von Energie und durch die Reibung an der Atmosphäre wird diese Geschwindigkeit umgewandelt, in diesem Fall in Wärme, also eine andere Form von Energie. Diese Wärme sorgt schließlich dafür, dass das Objekt so heiß wird, dass es glüht – und nicht nur das Objekt selbst, sondern auch die Luft davor. Dadurch bildet sich ein Plasma, welches leuchtet. Ähnlich wie bei einem Überschallflugzeug kann sich auch ein Überschallknall bilden, der als Donner wahrgenommen werden kann.

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Ein Meteorit auf der Erde. (CC BY-SA 3.0, Wikipedia)

Meteore sind interplanetarer Staub, selten auch interstellaren Ursprungs und mitunter erreichen Teile von ihnen auch die Erdoberfläche, welche man als Meteoriten bezeichnet. Sie können verschiedene Zusammensetzungen haben und erlauben einen guten Einblick in das Material, welches im Sonnensystem zu finden ist und woraus es zusammengesetzt ist. Da alle Elemente außer Wasserstoff durch Kernfusion und andere Prozesse in Sternen entstehen, handelt es sich bei diesen Stoffen im Grunde aber tatsächlich um Sternenasche – also Sternenschnuppen.

Eine Welle der Begeisterung…

Momentan läuft’s. Meine Dissertation ist seit einigen Wochen abgegeben, so dass ich in den nächsten Monaten damit rechnen kann, dieses Kapitel abzuschließen. In ein paar Tagen heirate ich das tollste Mädchen der Welt und in so ziemlich allen anderen Sachen, komme ich voran. Und jetzt bin ich auch noch für eine Auszeichnung nominiert worden. Mein Blog hat von Jana Seifert, die den Blog Fußläufig erreichbar betreibt, eine Nominierung erhalten: Vielen Dank! Wer gerne Artikel zu Wanderungen und Reisetipps garniert mit einer ordentlichen Portion Humor und einer Prise Sarkasmus liest, sei auf ihren Blog verwiesen. Es lohnt sich.

Der Preis, um den es geht, ist der „Liebster Award“ und dient in erster Linie dazu Blogger untereinander zu vernetzen und sich gegenseitig bekannter zu machen. Links und rechts zu schauen, was es sonst so gibt, finde ich tatsächlich keine schlechte Sache. Ein paar Regeln sind auch noch einzuhalten, aber so ist es nun: Ich bin nominiert und halte mich auch dran. 🙂

Mein Lieblingsblog

Mein Lieblingsblog, den man im Rahmen dieser Aktion benennen soll, ist der Blog des ESA Generaldirektors Jan Wörner. Vor seinem aktuellen Posten, war Prof. Wörner oberster Chef des DLRs, also der Forschungseinrichtung, der ich auch angehöre und hat bereits dort einen Blog betrieben, den er nun bei der ESA fortsetzt. Das Schöne an diesem Blog ist, dass er authentisch ist. Ich kenne Prof. Wörner persönlich und kann sagen, er schreibt so wie er ist. Offen, ehrlich und frei Schnauze und das tut dem Blog gut. Dabei schreibt er nicht nur über Raumfahrtthemen, sondern auch über politische Dinge und Hintergründe und über seine Visionen für die Zukunft. Dabei bekommt man auch das eine oder andere Maß an Frustration mit, über mögliche Schwierigkeiten, die aber stets von Optimismus überwunden wird. Wer also gerne etwas über Raumfahrt und die Gedanken eines klugen Menschen, der an allerlei wichtigen Dingen mit beteiligt ist, lesen will, sei der Blog wärmstens empfohlen. Es lohnt sich in jedem Fall und macht Spaß zu lesen. Näher kann man an die „große“ Raumfahrt kaum herankommen.

Fun Facts über Mich

Die Regeln des Awards sagen auch, man soll zehn Fakten über sich nennen, zufällig ausgewählt, nun gut, dann wollen wir mal.

  1. Ich trage gerne mittelalterliche Ritterrüstung und fechte darin Schaukämpfe aus.
  2. Vanillesauce, yeah! Wie lecker! 😀
  3. Im Sommer beende ich manchmal meinen Arbeitstag damit, auf dem Heimweg am See vorbeizufahren und dort ein Paper oder Bericht zu lesen.
  4. Ich habe Höhenangst – ist ein wenig lustig, wenn man bedenkt, dass ich gerne einmal in den Weltraum reisen möchte.
  5. Batman Begins ist einer meiner Lieblingsfilme.
  6. Ich war mal bei TV Total und Stefan Raab hat mich zu einem Penisbild auf dem Mars befragt.
  7. Meine Schuhgröße ist 42.
  8. Blau, wie der Himmel, ist meine Lieblingsfarbe.
  9. Das Hauptthema des Films Star Trek First Contact ist meine liebste Filmmusik.
  10. Eines der tollsten Weltraumerlebnisse, das ich hatte, war als ich zum ersten Mal in einem Teleskop einen echten Doppelstern gesehen habe.

 

Fragen beantworten

Jana hat auch noch zehn Fragen für mich, die ich mal beantworten will:

Käse oder Marmelade?

In jedem Fall Marmelade, mit Käse kann ich außer zum Überbacken nichts anfangen. Es gibt so viele leckere Dinge, wieso müssen manche Menschen sie mit Käse verderben? 😀

Was würdest Du tun, wenn ein Außerirdischer Dich kontaktieren würde?

Uhhh, das ist schwierig. Innerlich erst einmal ausflippen, äußerlich natürlich cool bleiben, um sie nicht zu verschrecken und dann würde ich versuchen ihnen klar zu machen, dass wir Menschen gar nicht so übel sind, wenn man uns näher kennt und mich mit ihnen austauschen, über all das, was sie „unterwegs“ gesehen haben und sie bitten uns zu helfen ebenfalls dorthin zu kommen. Allen voran unsere Energieprobleme zu lösen.

Pizza oder Pasta?

Das ist schwierig. Ich denke Pasta, aber so eine leckere Pizza ab und zu, ist schon sehr gut. Gibt wenig, was daran kommt – nur kann ich sie nicht ständig essen.

Wenn du bei einer Fee einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen (1000 neue Wünsche gilt nicht!)?

Dass die Menschen ihre Gier ablegen würden und die Welt nicht länger ausbeuten.

Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Das ist unterschiedlich. Zeitlich bedingt auch mal letzteres, aber ich mag schon Ordnung.

Wenn es Zeitreisen gäbe, in welche Epoche würdest zu reisen?

Die Zukunft. Ich weiß relativ gut Bescheid, wo wir herkommen, aber es würde mich sehr interessieren, wie die Geschichte der Menschen weitergeht.

Kaffee oder Tee?

Das ist leicht: Tee. Kaffee ist mir auch mit großen Mengen von Zucker einfach zu bitter.

Wenn deine Wohnung brennt, was würdest du retten?

Mein Traummädchen natürlich.

Serien oder Filme?

Da bin ich offen. Hauptsache es gibt eine gute Geschichte.

Was zeigt Dein liebstes Urlaubsfoto?

Mein Traummädchen natürlich. 😀

 

Meine Fragen an die Nominierten

Laut Regeln, muss ich ebenfalls Fragen stellen, 11 Stück, an die Blogbetreiber, die ich nominiere:

  1. Welches Land würdest Du gerne einmal bereisen?
  2. Warum trägst Du die Kleidung, die du trägst?
  3. Nachteule oder Frühaufstehen?
  4. Wo siehst Du Autos in 30 Jahren?
  5. Brauchen wir Raumfahrt oder nicht?
  6. Welche Puddingsorte wählst Du?
  7. Kirk, Picard, Sisko, Archer, Janeway oder Lorca?
  8. Wenn Du mit einer gelehrten Person der menschlichen Geschichte einen gemütlichen Nachmittag mit einer Unterhaltung verbringen könntest, wer wäre das?
  9. Welches Naturphänomen begeistert Dich am meisten?
  10. Was ist der ausgefallenste Ort an dem Du schon einmal gewesen bist?
  11. Was rätst Du anderen Bloggern?

 

Die Nominierten

Also, nun kommt die Liste der Nominierten, Trommelwirbel….

  1. Mother’s Dirt: Auf dieser Seite gibt es Diskussionen zu aktuellen Themen, etwas abseits des Mainstreams.
  2. Frollein Karen: Eine Seite zu Nähprojekten. Einmal etwas anderes, allerdings für mich nicht so ganz themenfremd, da die eine oder andere Rittergewandung auch selbst genäht werden muss.
  3. Bio Space Politics: Die Verbindung von Raumfahrt und Ökologie, kein unwichtiges Thema.
  4. Rumschreiber: Weil er Trekkie ist, wie ich.
  5. Frauenfiguren: Interessante Artikel über Frauen in der Wissenschaft.

 

Das war es, also in die nächste Runde. 🙂

 

 

 

 

Sonnenklar: Was sind Sterne?

Wenn wir in einer klaren Nacht nach oben schauen und das Glück haben etwa außerhalb zu wohnen, dann werden wir mit einem atemberaubendem Blick belohnt: dem Sternenhimmel. Die Lichtpunkte am Firmament wandern aufgrund der Drehung der Erde im Laufe einer Nacht von einer Seite des Himmels zur anderen und gehen auf und unter.

Aber was genau sind sie, was steckt hinter ihnen? Einen Stern haben wir genau vor unserer Haustür, nämlich die Sonne. Die Sonne ist ein „Wald und Wiesen“-Stern, der Spektralklasse GV, ein gelber Zwergstern der Hauptreihe. Diese Klassifizierung unterteilt Sterne in Arten z.B. in Abhängigkeit der Temperatur und der Art der „Verbrennung“, die im Inneren des Sterns erzeugt wird. Und all die Lichtpunkte sind Sterne, die grundlegend so funktionieren wie unsere Sonne.

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Die Sonne, einer typischer Stern.

Die Sonne ist mehr als einhundertmal so groß wie die Erde und hat ungefähr die dreihunderttausendfache Masse der Erde. Zählt man die gesamte Masse des Sonnensystems zusammen, also alle Planeten, Asteroiden, Kometen und was es sonst noch gibt, so ist der Anteil der Sonne an dieser Masse 99.86% – also die weit überwiegende Mehrheit.

Aber wieso leuchtet die Sonne und andere Objekte im All tun dies nicht? Sterne sind im Grunde große „Kraftwerke“. In ihrem Inneren herrschen durch die große angesammelte Masse enorme Drücke. Der Kern der Sonne besteht aus Plasma, also ionisiertem Gas, welches allerdings eine Dichte aufweist, die dreizehnmal so groß wie die von Blei ist. Also sehr dicht. Man kann sich das so vorstellen, dass die gesamte Masse der Sonne sie zusammendrückt – genauso, wie man wenn man unter Wasser ist, einen immer schwereren Druck z.B. auf den Ohren spürt wenn man tiefer taucht, wird der Druck im Inneren der Sonne riesig. Und zwar ungefähr 200 milliardenmal so groß wie an der Erdoberfläche. Also sehr, sehr groß. Dadurch entstehen ebenso hohe Temperaturen, nämlich 15 Millionen Grad Kelvin. Dies sind Bedingungen, die es ermöglichen, dass Kernfusion stattfindet.

Kernfusion bedeutet, dass Atomkerne, in diesem Fall Protonen, zu neuen zusammenschmelzen – das Gegenteil von dem, was in einem Atomkraftwerk passiert. Dabei wird Energie frei, die in Form von Strahlung austritt – wir sehen dies u.a. als Leuchten. Der genaue Ablauf der Reaktionen in der Sonne ist sehr komplex und bei weitem nicht alles ist verstanden. Es ist eine Interaktion von verschiedenen Kräften, wie der Massenanziehung, der Wärmeausdehnung und Strahlungsdruck, welche u.a. dafür sorgen, dass die Sonne ihre Form hat. Die Strahlung, die bei der Kernfusion entsteht erwärmt unsere Erde und erhellt sie natürlich auch. Dank des Magnetfelds und der Atmosphäre der Erde werden die gefährlichen Anteile der Strahlung entfernt, so dass wir relativ gut auf der Oberfläche leben können. Noch zumindest.

In einigen Milliarden Jahren wird die Sonne ihren Wasserstoff vollkommen fusioniert haben, aber sie ist groß genug danach auch noch Helium zu fusionieren. Im Zuge ihrer Entwicklung, bei der der Ort der Fusion zunächst vom Kern in die äußeren Bereiche der Sonne wandert, wird die Sonne schließlich auf mehr als das hundertfache ihrer jetzigen Größe anschwellen und am Ende sogar die heutige Erdbahn erreichen. Aber bereits in ungefähr 900 Millionen Jahren wird die Temperatur auf der Erde so hoch sein, dass höhere Lebensformen aussterben in ca. zwei Milliarden Jahren wird alles Wasser verdampft sein und die Temperatur ungefähr 100°C an der Oberfläche der Erde betragen. Bedenkt man, dass es auf der Erde seit ca. 3,5 Milliarden Jahren Leben gibt, haben wir die längste Zeit also bereits hinter uns.

Schließlich beginnt im Zentrum Helium zu fusionieren und bildet Kohlenstoff, dann wandert auch diese Fusionsreaktion in die äußeren Bereiche ab, wodurch die Sonne noch einmal anschwellt. Die größere Ausdehnung bewirkt, dass die Sonne Masse verliert, da die Gravitation an ihrem Rand geringer ist, als heute (der Abstand der Masseteilchen ist größer zueinander). Schließlich wird die gesamte Hülle abgestoßen sein und nur noch der heiß glühende Kern wird übrig bleiben – bestehend aus Kohlenstoff und Sauerstoff, also im Grunde regelrecht ein Aschehaufen. Die abgestoßenen Gase bilden dabei einen ringförmigen Nebel, genannt planetarischer Nebel, welcher durch die Wärmestrahlung des Restkerns zum Leuchten angeregt wird.

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Ein Ausblick auf das Schicksal unserer Sonne: Der planetarische Nebel M57.

Schließlich wird sich das Gas soweit verteilt haben, dass der Nebel verschwunden ist und ein kleiner weißer Zwerg bleibt übrig – der noch glühende Kern. Nach ein paar Milliarden Jahren wird auch er dann vollkommen ausgekühlt und dann ein einfacher schwarzer Klumpen sein. Allerdings ist das Universum noch nicht alt genug, als dass es solche Objekte geben könnte.

Die Sonne ist ein Stern, der eher klein ist – andere Sterne können mehrere tausendmal so groß sein wie sie jetzt ist und enden in einer Supernova. Aber es gibt auch kleinere Sterne, rote Zwergsterne, die nicht sehr hell brennen, dafür aber in der Regel deutlich länger als unsere Sonne und diese machen die große Mehrheit der Sterne aus. Drei Viertel aller Sterne sind rote Zwergsterne, die mitunter nur ein zehntel so groß wie die Sonne sind (also ungefähr so groß wie der Planet Jupiter) und auch nur eine entsprechende Masse haben. Allerdings sind sie zu dunkel, um sie mit bloßem Auge zu erkennen und so bleiben sie am nächtlichen Sternenhimmel verborgen. Alle anderen können wir aber sehen, rote und blaue Riesen oder gelbe Zwerge.